Zwischen Bienensummen und Perlenspiel
- ronnydanzberger
- 11. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Für das Auge unsichtbar arbeitet ein System, welches uns am Leben hält - lautlos, genau, fast schon poetisch in seiner Logik: unser Nervensystem.
Stell es dir vor wie ein großes Orchester im Hintergrund. Der sympathische Teil aktiviert sich in stressigen oder herausfordernden Situationen. Er spielt die schnellen Töne, aktiviert und lässt uns kämpfen oder flüchten. Der parasympathische Teil des Nervensystems als Gegenstück steht für Entspannung. Er lässt uns loslassen, verdauen und signalisiert die Pause zwischen den Takten.
Eine Hauptrolle, vergleichbar mit der ersten Geige, spielt dabei der zehnte Hirnnerv, der Vagusnerv.
Er erstreckt sich durch unseren gesamten Körper. Der Vagusnerv ist der große Vermittler zwischen Gehirn und Körper. Er liebt tiefe ruhige Atemzüge. Er liebt sanfte Vibrationen im Hals- und Nackenbereich, die beim Singen, Summen und Brummen entstehen. Er liebt aber auch die kleinen Momente der Freude. Ein perlendes Glas Prosecco in der Hand, das Licht darin, den ersten Schluck, das Prickeln auf der Zunge, das Lächeln, das sich unwillkürlich zeigt.
Bienenatmung
Atme durch die Nase tief ein und summe durch den Mund langsam und genüsslich aus.
Du kannst variieren: 6 Sekunden ausatmen und summen; 6 Sekunden laut summen; 6 Sekunden leise und sanft summen; 3-4 Runden mit geschlossenen Ohren & Augen summen. Du kannst die Summ-Zeiten verlängern auf 10/15/20 Sekunden.
Du kannst eine Challenge starten: Wer am längsten summen kann?
Durch die entstehende Vibration wird der Vagusnerv - wie eine zarte Saite -zum Klingen gebracht. Etwas verändert sich: Er senkt die Herzfrequenz und entspannt.
Er reguliert die Atemfrequenz und beruhigt. Er fördert die Verdauungsarbeit. Er bringt den Körper in einen Zustand der Ruhe und Regeneration.
Autorin: Iris Zaruba





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